Eine Botschaft, die uns alle betrifft
Der Buckelwal in der Wismarer Bucht hat etwas in uns ausgelöst. Sorge, Hilflosigkeit, Trauer, den Wunsch, etwas zu tun. Viele von euch haben mir geschrieben. Und ich bin dem gefolgt, was ich zu tun verstehe: Ich habe mich verbunden.
Am 9. April bin ich noch einmal in Kontakt gegangen – durch all die Energie, die sich um dieses Wesen herum aufgebaut hat, durch all unsere Emotionen und Gedanken hindurch – um wirklich bei ihm anzukommen.
Was ich körperlich wahrgenommen habe
Ich habe gespürt, was ich als seinen körperlichen Zustand übersetzen kann: Druck und Entzündlichkeit im Bereich des Mauls, des rechten Kiefers, der Speiseröhre. Schwellung in den Schleimhäuten. Druck auf der rechten Körperseite – Flipper, Lendenbereich, Rückenflosse. Oberflächliche Atmung, als würden sich die Lungen kaum noch ausdehnen. Ein Gefühl von Hunger. Brennen auf der Haut.
Und bei all dem: eine merkwürdige Gedämpftheit. Als hätte sein System einen Mechanismus aktiviert, der die Schmerzwahrnehmung reguliert.
Ruhig. Abwartend. Präsent.
Was er gesagt hat
Dann seine Botschaft – so direkt, dass mir die Worte noch nachhallen:
„Ich bin gekommen, um euch zu sehen, euch zu berühren und wieder berührbar zu machen.”
Er sprach davon, sich einen Moment lang vom großen Bewusstsein abgekoppelt gefühlt zu haben – und dass genau das seine eigentliche Heilung war: die Rückkehr in das Netz des allumfassenden Bewusstseins.
Und er sprach uns an. Jeden Einzelnen persönlich.
„Ich spreche nicht zu einer Masse. Ich spreche zu jeder einzelnen Seele.”
„Alle Wesen tragen den gleichen Funken in sich. Bei manchen ist er verschüttet – wenn ihr ihnen Raum gebt, sie wahrnehmt, können sie sich wieder erinnern.”
Was wir wirklich tun können
Auf die Frage, was wir für ihn tun können, ganz physisch, kam keine Anweisung. Stattdessen:
„Seid da. Seid präsent. Lasst meinem Körper eure Liebe zufließen. Die spüre ich – und sie hilft mir, diesen Raum weiter zu halten.”
Das klingt einfach. Und es ist einfach – aber es beginnt mit uns selbst.
Denn Mitgefühl und Mitleid sind verschiedene Dinge. Mitleid schwingt niedrig. Es bringt uns in Ohnmacht, Sorge, Wut, Hilflosigkeit. All das ist menschlich und verständlich. Aber in diesem Zustand geben wir genau das ins Feld, was dort schon reichlich vorhanden ist.
Der erste Schritt: erkennen, in welcher Frequenz ich gerade bin.
Der zweite Schritt: eine neue Wahl treffen.
Die Praxis: Deine Schwingung zuerst
Bevor du deine Aufmerksamkeit zur Insel Poel schickst – bring dich selbst in eine höhere Frequenz. Geh in die Natur. Meditiere. Tanze. Atme tief. Tu, was dir hilft, dich gut zu fühlen.
Dann: Fühle Dankbarkeit. Echte Dankbarkeit – nicht gedachte. Für irgendetwas in deinem Leben. Spür sie in deinem Körper, in jeder Zelle.
Und erst dann – aus dieser Haltung heraus – richte deine Aufmerksamkeit Richtung Wal. Lass Liebe, Wohlwollen, Mitgefühl fließen. Ohne Bedingung. Ohne Absicht, was geschehen muss.
Das verändert das Feld. Davon kann ich wahrnehmen. Und der Wal hat es selbst bestätigt: Er spürt es. Alles kommt an.
Eine Einladung
Wenn du möchtest, schließ dich uns an. Täglich – dreimal kurz:
8:00 Uhr · 12:00 Uhr · 20:00 Uhr
Schließ einen Moment die Augen. Atme tief. Und lass das, was in dir leuchtet, in Richtung dieses Wesens fließen.
Vergisst du es – kein Problem. Vielleicht tippt dich ein Gedanke an und du schaust auf die Uhr, und es genügt dieser eine Atemzug voller Liebe.
Wenn der Zugang schwer fällt
Manchmal verdichten die Emotionen alles. Dann greife ich zum Ho’oponopono, dem hawaiianischen Vergebungsgebet:
„Es tut mir leid. Bitte verzeih mir. Ich liebe dich. Ich danke dir.”
Gesprochen als Mantra, mehrere Minuten lang – bis ich spüre, dass ich wieder bei mir ankomme. Es öffnet. Immer wieder.
Der tiefere Sinn
Dieser Wal liegt in der Ostsee, weit weg von seinem Zuhause. Wir stehen am Ufer und fühlen uns ohnmächtig.
Die Einladung ist:
Durch die Ohnmacht hindurchgehen. Durch Hilflosigkeit, Schuldgefühle, Trauer. Und auf der anderen Seite: wieder ankommen bei sich selbst. Berührbar werden.
„Fangt an zu sehen, wie wir uns im Kern gleichen.”
Wir sind Brüder und Schwestern – Mensch, Tier, Pflanze, Wasser. Unsere Körper unterscheiden sich. Unsere Essenz entspringt derselben Quelle.
Und wenn wir von dort aus schauen, auf Augenhöhe, dann verändert sich etwas. In uns. Im Feld. In der Welt.
Danke fürs Lesen und fürs Fühlen.
Die vollständige Kommunikation mit dem Wal und seine ausführliche Botschaft findest du hier:
Karin Schwarzer – Tiere verstehen www.karinschwarzer.com/podcast/





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